Schwarz drucken mit Laser

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do1jsa
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Schwarz drucken mit Laser

Beitrag von do1jsa » Freitag 19. Oktober 2012, 12:20

Welche Erfahrungen habt Ihr mit dem Ausdruck von schwarzen Leitebahnen mit HP Laserdruckern auf Folie? Was kann man tun damit sie auch wirklich dicht sind und beim Platinen-belicheten ordentlich scharf abgebildet werden?

jm1536
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Re: Schwarz drucken mit Laser

Beitrag von jm1536 » Freitag 19. Oktober 2012, 19:51

Hallo,

viele Tips dazu gibt es im Mikrocontroller-Forum http://www.mikrocontroller.net/forum/platinen.

Viele Grüße, J. Müller

TSD
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Re: Schwarz drucken mit Laser

Beitrag von TSD » Samstag 20. Oktober 2012, 13:32

Bisher waren Ergebnisse mit Laserdruck nicht gerade zufriedenstellend.

Beim Druck handelte es sich jedoch um standard Office Laserdrucker.

Beste Ergebnisse waren bisher mit Photodrucker (Tintenpisser) - allerdings ein recht teures Verfahren.

Beispiel für Laserdruck:

http://schulte-derne.org/Platinen/004.JPG


Gruß,

TSD

KMF
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Re: Schwarz drucken mit Laser

Beitrag von KMF » Samstag 20. Oktober 2012, 15:33

TSD, die Verlinkte Platine sieht übel aus.

Tintendrucker mit Fotodruck bringt das beste Ergebniss.
Allerdings ist der Preis wie schon erwähnt sehr hoch.

Laserdruck wird ohne hilfsmittel nicht schwarz genug.
Sehr zu empfehlen ist das.
TVD LF-A :: Tonerverdichter LF-A, 400 ml
Gibts bei Reichelt und Co.

Damit wird der Ausdrück richtig schwarz

mfg KMF

eBernd
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Re: Schwarz drucken mit Laser

Beitrag von eBernd » Samstag 20. Oktober 2012, 17:12

Hallo,

auch ich habe vor ein paar Jahren mit einem Kyocera FS1010 etlich Versuche unternommen (mit Anregungen aus den unterschiedlichsten Foren und Sites) verwendbare Belichtungsvorlagen zu erstellen (Folien-/Papiersorten, Druckereinstellungen, Druckertreiber). Ohne brauchbare Ergebnisse.

Seit dem stelle ich sie (mit für mich sehr guter Qualtiät) mit einem Canon iP4500 Tintenstrahler her. Auch da waren einige Experimente nötig (allein um zu wissen, wann der Drucker welches der beiden Schwarz verwendet). Ich verwende dazu preiswerte "Nachbau"-Tinten, wie sie auch von Zeit zu Zeit von Lebensmittel-Discountern angeboten werden.

Meine Vermutung, warum die Ergbnisse mit Laserdruckern so unterschiedlich ausfallen, ist, dass sie unterschiedliche "Tonersparstrategien" haben, die in den Druckereinstellungen unterschiedlich zu beeinflussen sind - oder auch gar nicht.

Bin aber nach wie vo neugierig bezüglich funktionierender Kombinationen von Druckertyp, Trägermaterial und Einstellungen. :)

Gruß, Bernd

tom_g
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Re: Schwarz drucken mit Laser

Beitrag von tom_g » Samstag 20. Oktober 2012, 22:18

Hi all,

ich arbeite zwar mit Eagle, aber:

für Elektronik-Prints verwende ich auf einer Transparentfolie einen doppelten Ausdruck; dann trenne ich die beiden Print-outs und lege sie deckungsgleich aufeinander, zuvor habe ich Photodoppelkleber zwischen die Ausdrucke vorgeklebt und deren Gegenklebeseite befreit. Wichtig ist dieselbe Polyesterfolie zu verwenden. Das ergibt gute Schwärzung, kann aber zu kleinen Verzerrungen und Versatz führen; optimal für Fastprototyping.

Viel besser ist die Reprofolie von Scankemi PN-600, Distrelec Art. 458000; das ist eine trocken-entwickelnde metallisierte Doppelfolie, welche sowohl positiv als negativ Abbilder erzueugt, gestochen scharf reproduzierend und superkontrastierend. Die Vorlagen können dann durchaus von einem schwach schwärzenden Laserdrucker stammen !

Grüsse von Thomas
Curiousity makes us progress !

JenserT
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Re: Schwarz drucken mit Laser

Beitrag von JenserT » Samstag 20. Oktober 2012, 22:48

Hallo,

so unterschiedlich können die Erfahrungen sein. Bei mir ist es genau andersrum, ich verwende seit ca. 10 Jahren verschiedene Laserdrucker von HP, Brother und Minolta und habe damit bessere Ergebnisse erzielt als mit Tintenquetschern. Allerdings habe ich es noch nie mit einem ausgesprochenen Fotodrucker versucht.
Die Laserdrucker sind ganz normale Home-Office-Drucker, allerdings schon etwas ältere Baujahre, und es kann durchaus sein, dass da noch keine so extremen Tonersparmechanismen drin sind.
Damit werden die Ausdrucke in der Regel ausreichend lichtdicht.
Man muß auf jeden Fall etwas probieren und mit den Einstellungen spielen.

An Materialien verwende ich die Laser-Spezial-Folie vom großen C, ein handelsübliches Belichtungsgerät mit vier UV-Röhren und das Basismaterial von Bungard. Die Belichtungszeit beträgt 3 min.

Viele Grüße
Jens

TSD
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Re: Schwarz drucken mit Laser

Beitrag von TSD » Sonntag 21. Oktober 2012, 08:06

Prima, dass doch der eine oder andere noch selbst Platinen herstellt.

In der Vergangenheit habe ich nur mit Tintenstrahldrucker (HP Photosmart 6160) auf Inkjetfolie die Ausdrucke gefertigt. Die Ergebnisse sind absolut gut und Leiterbahnen unter 02,mm sind möglich. Nur wenn ich bedenke, dass 10mL ca. 38 Euro kosten, liegt der Liter bei 3800 Euro !
Dazu werden noch andere Farben beim Drucken zugemischt.
Als Folie benutze ich Inkjet Standardfolie.

Aufgrund der hohen Kosten werde ich mal die Vorschläge mit Laserdrucker testen.

Als Platinenmaterial nehme ich am liebsten KB Platinen (King Board). Nur leider sind diese Platinen schwer zu beziehen. Hat jemand irgendwie mal etwas davon gehört, bzw. weiss einen Händler (ausser den, wo ich beziehe - der aber nicht immer liefern kann) ?


Gruß,

TSD

JenserT
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Re: Schwarz drucken mit Laser

Beitrag von JenserT » Montag 22. Oktober 2012, 13:30

Hallo Freunde,

ich habe mal eine lasergedruckte Folie an die Fensterscheibe geheftet und gegen die Sonne fotografiert. Gedruckt wurde mit einem Minolte PagePro mit 600 dpi Auflösung (mehr kann der Drucker nicht). Die Folie ist nicht mit Tonerverdichter nachbehandelt. Ich denke, man erkennt gut die Lichtdichtigkeit, wie gesagt, von hinten scheint die Sonne gegen die Folie.
Auf dem zweiten Foto die fertige Leiterplatte, zwar schon eingebaut und in Betrieb, aber man erkennt, dass auch auf den großen Masseflächen keine angeätzten Stellen vorhanden sind.

Neben einer guten Vorlage spielt natürlich auch die Belichtungszeit, die Konzentration des Entwicklers und vor allem die Qualität des Fotolackes auf dem Basismaterial eine Rolle. Gerade beim Fotolack habe ich mit den Bungard-Platinen die mit Abstand besten Erfahrungen gemacht.

Viele Grüße
Jens
Dateianhänge
Platine1.jpg
fertige Platine
Platine1.jpg (185.83 KiB) 10126 mal betrachtet
Folie1.jpg
mit Laserdrucker gedruckte Folie
Folie1.jpg (239.94 KiB) 10151 mal betrachtet

bigdie
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Re: Schwarz drucken mit Laser

Beitrag von bigdie » Montag 22. Oktober 2012, 15:12

Also ich benutze auch die Laserlayoutfolie von Conrad. und das schon mit verschiedenen Laserdruckern aktuell ein Ricoh. Ich hab ein uraltes Belichtungsgerät mit 4 20W Röhren (ebay 10€) da muss ich 8min belichten. Platinen nehm ich in der Regel die, die am billigsten sind bei Conrad oder RS

HDT
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Re: Schwarz drucken mit Laser

Beitrag von HDT » Sonntag 4. November 2012, 19:47

Ich mache oft täglich mehrere Layouts, und das muß auch schnell und unkompliziert gehen. Habe anfangs alles ausprobiert, wirklich. Mit doppeltem Ausdruck und übereinandergeklebt hab ich auch experimentiert. Ist aber gar nicht nötig. Auch teure Spezialfolien hab ich, liegen noch hier rum. Ein Tintenstrahldrucker kommt mir nicht mehr ins Haus, viel zu viel Ärger und längst nicht so bequem wie ein simpler Schwarz-Weiß Laserdrucker. Und Laserdrucker ausschließlich von HP. Die bekommt man ja gebraucht nachgeschmissen. HP-Toner Kassetten kaufe ich nur nachbefüllte, allerdings nur hohe Qualität mit Garantie von Händlern, die bei ebay gute Bewertungen haben.

Am besten geht es mit Transparent-Papier. Ich drucke Layouts bis zum Euro-Format 100 x 160 mm, der Verzug ist gering und kaum zu bemerken. Das Transparent-Papier gibt es immer noch im Papier-Versandhandel, man muß nur ein wenig danach suchen. Ganz schlecht geht es mit den teuren Klarsichtfolien für Laserdrucker. Also nicht denken, die Folie müsse unbedingt klar sein, darauf haftet der Toner nämlich nicht sehr gut. Überhaupt habe ich mit Spezialfolien nur schlechte Erfahrungen gemacht. Mit der Spezialfolie von Conrad, die hier erwähnt wurde, gebe ich mich gar nicht erst ab. Die ist ja wahnsinnig teuer.

Bezugsquelle für Transparentpapier
http://www.papierdirekt.de
Artikelnummer K1150245, 100 Blatt ca. 10 Euro

Was auch geht, besonders wenn es verzugsfrei für sehr große Layouts sein muß, ist:
Avery Zweckform 3491, Folie, 100 Blatt, transparent, für s/w-Laserdrucker, 100 Blatt ca. 30 Euro

Tonerverdichter "muß sein!", ohne den geht gar nichts.
(Conrad hatte den übrigens jahrelang mit einer falschen Beschreibung geführt, bis ich mich mal persönlich an die Geschäftsleitung gewandt habe. Und Reichelt hat den auch erst nach hartem Ringen mit der Geschäftsleitung ins Programm genommen. Ich kenne mich also wirklich damit aus.)

Der Tonerverdichter wird aufgesprüht und muß 5 Minuten trocknen.
Und zum Ausdrucken stelle ich auf "Papier schwer" ein.

HDT

bigdie
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Re: Schwarz drucken mit Laser

Beitrag von bigdie » Mittwoch 7. November 2012, 17:51

Ich nehm die Conrad Folie aber Tonerverdichter hab ich noch nie benutzt. Billig ist das Zeug nicht, aber ich brauch nur 2-3 Blatt im Jahr.

HDT
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Re: Schwarz drucken mit Laser

Beitrag von HDT » Donnerstag 8. November 2012, 06:27

Tonerverdichter

Es ist auch nicht so, daß ohne Tonerverdichter überhaupt nichts ginge. Aber die Leiterbahnen bleiben gegen Licht gehalten grau durchscheinend. Da darf man dann auch nicht zu lange belichten. Ebenso muß man beim Entwickeln auch sehr achtgeben, weil eine nur etwas zu lange Belichtung dabei auch wieder kritisch wird, man also nur kurz entwickeln darf, damit nicht alles weg ist. Und beim Ätzen ebenso. Dann kommt noch hinzu, daß die Platinen je nach Hersteller ganz unterschiedlich sind. Sogar aus verschiedenen Fertigungschargen eines Herstellers. Das alles wirkt sich dann aus, weil der Arbeitsbereich mit schlechten lichtdurchlässigen Layouts nur sehr eng ist.

Mit Tonerverdichter werden die Leiterbahnen hingegen richtig satt Schwarz, wie mit dem Tintenstrahler gedruckt.

Ich habe ein altes Isel-UV Belichtungsgerät und belichte alles was anfällt grundsätzlich 4 Minuten. Wahrscheinlich würden auch 2 Minuten genügen. Ich hab aber auch schon das Abschalten vergessen und dann schaltet das Gerät erst nach 8 Minuten selbsttätig aus. Auch das wirkt sich nicht negativ aus, wenn man Tonerverdichter nimmt. Wo es richtig Schwarz ist, kommt eben kein Licht durch.

bigdie
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Re: Schwarz drucken mit Laser

Beitrag von bigdie » Donnerstag 8. November 2012, 09:33

Ich hab ein Uralt- Belichtungsgerät, als defekt bei ebay für unter 20€ erworben. Da sind 4 Röhren 20W drin. Das sind noch die Dicken, die es vor 30 Jahren mal gab. Mit dem Teil kann man 30x60 cm belichten. Damit belichte ich 8 min. Vieleicht sind die Röhren ja schon schwach oder die Glasplatte ist dicker. Tonerverdichter hab ich jedenfalls noch nie gebraucht, und ich hab schon mit mindestens 4 Druckern unterschiedlicher Hersteller gearbeitet.

Be99
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Re: Schwarz drucken mit Laser

Beitrag von Be99 » Donnerstag 8. November 2012, 09:37

Hallo
So ca. um 2000 gab es einen Canon Drucker LBP-465. Der kann wirklich schwarz drucken. Man kann die Folie gegen die Sonne halten, da kommt kein Licht durch. Der Nachteil an diesem Teil ist, er kann nur mit Win98 betrieben werden. Es wird das unsägliche Windows-Printing-System verwendet von dem es für diesen Drucker nie eine neuere Version gab. Allerdings ist das mit den heutigen virtuellen Maschinen unproplematisch.

Gruss
Beni

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