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 Betreff des Beitrags: Unerwartete Fertigungsprobleme beim Produzenten in China
BeitragVerfasst: Freitag 20. November 2015, 16:14 
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Registriert: Freitag 4. März 2011, 19:16
Beiträge: 50
Hallo,
ich hatte dieser Tage eine LAY6-Datei inkl. Gerber- und Excellondateien an einen PCB-Fertiger in China gesendet, nachdem dessen Kostenvoranschlag den Ausschlag dazu gegeben hatte.
Es handelt sich hierbei um eine 1-lagige PCB in den Abm. 170x170cm² bei 70µm-Cu-Auflage und man bestätigte mir, das die bereitgestellten Dateien für die Produktion geeignet sind. Alle Layer waren ungespiegelt gezeichnet worden und enthielten keine Spiegelschrift.
Als ich dann ein Foto des gefertigten Loses erhielt, sah ich zu meiner allergrößten Verwunderung, dass der Bestückungsdruck analog zum Layout auf der Kupferunterseite erfolgt war, die Bestückungsseite war unbedruckt, also leer! Das Layout war erwartungsgemäß eine korrekte 1:1-Übernahme aus meiner Vorlage.
Meiner umgehenden Reklamation wurde zwar stattgegeben und der Fehler sich selbst angekreidet, aber dann setzte ein kaum enden wollender Mailverkehr ein, der schlussendlich dazu führte, dass ich ein, entgegen meinen sonstigen Gepflogenheiten, gespiegeltes Layout (also in Spiegelschrift) erstellen mußte, wo der Bestückungslayer auch gespiegelt wurde, allerdings die Bauelementebeschriftung wieder in lesbarer Schrift erforderlich war.
Diese Dateien wurde zwar als gleichfalls für die Produktion geeignet deklariert und man bestätigte mir, dass damit meine Wunsch-PCBs erstellt werden können, aber die Fertigung steht noch aus, so dass Beispielfotos noch nicht vorliegen können.
Ich frage mich aber ernsthaft, was diesen Fertiger geritten hat bzw. wo ich meine Negativanteile an der Problematik habe! Da ich allerdings zu keinem schlüssigen Ergebnis gelangte, wollte ich Euch mal um Eure Einschätzung bitten!

Ingo


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 Betreff des Beitrags: Re: Unerwartete Fertigungsprobleme beim Produzenten in China
BeitragVerfasst: Freitag 20. November 2015, 17:16 
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Registriert: Dienstag 14. Oktober 2008, 18:17
Beiträge: 82
Hallo,

verstehe ich das richtig, Bestückung war auf B1 und Kupfer auf K2 in LAY6 gezeichnet? Sind ausser den Gerber- und Excellon-Dateien noch andere Dateien zur Produktionsunterstützung übermittelt worden: CAM-INFO (.txt Datei) und/oder Visualisierung der Ober-/Unterseite als plattformübergreifende PDF-Datei?
Nach meiner Erfahrung ist so eine Zusatzinfo hilfreich und Zeit-/Geld-sparend je weiter die Produktionsstätte entfernt ist (und je "preiswerter" sie ist).

Ach so, wollte der Fertiger ausdrücklich die LAY6-Datei auch haben?

Gruß, Bernd


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 Betreff des Beitrags: Re: Unerwartete Fertigungsprobleme beim Produzenten in China
BeitragVerfasst: Freitag 20. November 2015, 17:32 
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Registriert: Freitag 4. März 2011, 19:16
Beiträge: 50
Hallo Bernd,
ja, es ist richtig! B1 und K2 waren die genutzten Layer! Beide Layer ungespiegelt, d.h. bewußt plazierte Schrift direkt lesbar in Form des Projektnames und der Nennung der Cu-Auflage. Ist meine Angewohnheit, da es für den Fertiger eine erinnernde Hilfestellung abgibt.
Andere Dateien als die bereits von mir gen. wurden nicht übermittelt, zumal ja die Aussage des Produzenten, die vorliegenden Dateien wären ausreichend, das zu meinen Gunsten klärte.
Eine ausdrückliche Forderung seitens des Produzenten nach Vorlage der LAY6 gab es nicht. Eine andere Layoutdatei hätte ich auch nicht liefern können, da SprintLayout mein einzig nutzbares und beherrschbares Programm darstellt. Selbst den Import in eine CAM-INFO.TXT bzw. PDF könnte ich auf Anhieb nicht erledigen.
Der Produzent verfügt aber über eine chinesische SprintLayout 6-Version, nutzt aber i.d.R. CAM350, wenn man die Screenshots richtig deutet.

Grunß, Ingo


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 Betreff des Beitrags: Re: Unerwartete Fertigungsprobleme beim Produzenten in China
BeitragVerfasst: Freitag 20. November 2015, 18:11 
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Registriert: Dienstag 14. Oktober 2008, 18:17
Beiträge: 82
Hallo Ingo,

Die CAM-INFO ist eine nicht standardisierte Textdatei, die das wesentlich in (einfachem) Englisch auflistet (Bsp. angehängt - Kundendaten entfernt).
Ich kontrolliere die Produktionsdateien vorm Verschicken mit GC-Preview (gibts auch als free version. Es gibt aber auch andere "Gerber-Viewer"). Damit kann man auch Kleinigkeiten korrigieren und Ausdrucke machen (von dem, was der Fertiger aufgrund der Dateien auch "sehen" müßte).

Ich kenne solche "Pannen" bei Billiganbietern, wenn der Chef (oder halt der Einzige, der wirklich Ahnung hat) selbst nicht da ist und ein Praktikant mal "darf".

(Warum ist denn keine .txt Datei zulässig? Zu PDF konvertiert)

Gruß, Bernd


Dateianhänge:
Dateikommentar: Beispiel für CAM-INFO
FS1_INFO.pdf [13.75 KiB]
75-mal heruntergeladen
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 Betreff des Beitrags: Re: Unerwartete Fertigungsprobleme beim Produzenten in China
BeitragVerfasst: Freitag 20. November 2015, 19:05 
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Registriert: Freitag 4. März 2011, 19:16
Beiträge: 50
Hallo Bernd,
Zitat:
(Warum ist denn keine .txt Datei zulässig? Zu PDF konvertiert)

Es gab nie eine entsprechende Anfrage oder gar Forderung seitens des Fertigers. Von daher stellte sich die Frage gar nicht.

Mir will bloss nicht einleuchten, obwohl meine ursprüngliche LAY6-Datei, wo sämtliche Layer ungespiegelt enthalten waren und diese zur PCB-Fertigung mit dem geschilderten Ergebnis "Kupferseite hui, aber Bestückungsdruck pfui!" auch genutzt wurden, plötzlich nicht mehr ausreichte und ich die gespiegelte Version hinschicken musste.
Den Eindruck, dass der Fertiger eine Wald-und Wiesen-Firma wäre, konnte ich eigentlich nicht gewinnen.

Auf alle Fälle habe ich noch ein paar bange Tage, bis die Fertigungsfotos mich erreichen, zu überstehen. Ausgang ungewiß...

Gruß, Ingo


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 Betreff des Beitrags: Re: Unerwartete Fertigungsprobleme beim Produzenten in China
BeitragVerfasst: Freitag 20. November 2015, 19:35 
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Registriert: Dienstag 14. Oktober 2008, 18:17
Beiträge: 82
Hallo Ingo,

das Zitat betraf gar nicht dich, sondern die Forenbetreiber, warum sie so einen Standard wie .txt nicht zulassen.

Was ich vergessen hatte zu fragen, ist, ob es dein erster Auftrag bei dieser Fa. war, oder ob es vorher schon "geglückte" gab. Dann wäre meine Vermutung vom "Praktikantenjob" vielleicht zutreffend.

Ansonsten würde ich nie unverlangte Daten (wie hier LAY6) mitschicken, da sie eine Redundanz zu den Gerber- und Excellon-Files darstellen. Oder halt nur die LAY6, wenn sie es ja lesen können.

Ich hatte einen Kunden, der ließ (läßt?) in einem osteuropäischen Land fertigen. Da waren etliche auf Englisch radebrechende Telefonunterhaltungen mit nötig (schriftliches Englisch "traute" man sich nicht), bis alles geklärt war.

Gruß, Bernd


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 Betreff des Beitrags: Re: Unerwartete Fertigungsprobleme beim Produzenten in China
BeitragVerfasst: Freitag 20. November 2015, 22:02 
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Registriert: Freitag 4. März 2011, 19:16
Beiträge: 50
Hallo Bernd,
definitiv meine Erstbestellung und nicht auszuschliessen, dass es meine letzte bzw. einzige bleibt! Habe aktuell bereits ein doppelseitiges, durchkontaktiertes Layout einer Adapter-LP vorliegen, wo ich mangels Gegenkontrolle durch einen Zweiten, skeptisch bin, ob die Fertigung dieser ggf. noch größere Probleme nach sich zieht. Kannst Dich also gern z.V. stellen.
Gruß, Ingo

edit:
Die aus SprintLayout6 exportierten Gerberdateien werden allesamt von gc_view nicht geöffnet!
Fehlermeldung lautet:

INFORMATION [DataReaderFacade]: GCViewer version 1.35-SNAPSHOT (2015-10-12T21:00:23+0000)
SCHWERWIEGEND [DataReaderFactory]: Konnte das Datei-Format nicht erkennen.
content:
X1499895Y-682641D01*
M02*

SCHWERWIEGEND [DataReaderFacade]: Fehler beim Lesen der Datei.
java.io.IOException: Konnte das Datei-Format nicht erkennen. Konnte das Datei-Format nicht erkennen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Unerwartete Fertigungsprobleme beim Produzenten in China
BeitragVerfasst: Montag 28. Dezember 2015, 10:37 
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Registriert: Freitag 4. März 2011, 19:16
Beiträge: 50
So, die geschilderte Situation hat sich wie folgt geklärt:
- meine LAY6-Datei, die ich nahezu ausnahmslos wie sie als Kupferseite benötigt wird, gezeichnet hatte, spiegelte und damit auch den Bestückungsdruck aus dem Gespiegelten wieder in die lesbare Form zurückgebracht hatte, gab es ein o.k. seitens des Produzenten
- das Ergebnis war dann auch völlig korrekt und in 1a-Qualität gefertigt.
Ein weiteres Projekt einer doppelseitigen, durchkontaktierten PCB erbrachte dann ohne jede weitere Rückfrage gleichfalls einen Volltreffer! Auf eine 3. PCB warte ich derzeit noch, aber die Fertigungsvorschau war analog zur 2. PCB und sollte also auch von super Qualität sein.

Wieso man allerdings beim Fertiger, trotz Vorhandensein des Abacom-Sprint Layout-Programms, eine gespiegelte Kupferseite als Fertigungsvoraussetzung benötigt, habe ich bisher nicht kapiert...

Ingo


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