8Kanal 10 bit Datenerfassungssystem von Conrad

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abacom
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8Kanal 10 bit Datenerfassungssystem von Conrad

Beitrag von abacom » Dienstag 14. Oktober 2008, 12:18

eidgenosse



Anmeldungsdatum: 09.03.2008
Beiträge: 4

Verfasst am: 09.03.2008 16:36 Titel: 8Kanal 10 bit Datenerfassungssystem von Conrad

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Hallo
Ich habe seit längerem dieses Teil bei mir rumliegen.
Nun möchte ich gerne damit in meinem Auto alle wichtigen Betriebsparameter anzeigen lassen. Hardware ist im Auto vorhanden, also PC und Bildschirm.

Folgende Parameter sollen angezeigt werden:
-Öltemperatur Motor 20-120C
-Öltemperatur Getriebe 20-120C
-Temperatur Ladeluft nach Turbo 20-140C
-Temperatur Ladeluft nach Kühler 20-100C
-Öldruck Motor 0-5bar
-Ladedruck -1-+2bar
-innenraumtemperatur 0-50C
-? Fällt mir noch was ein...

Nun meine Fragen:
Welche Sensoren verwende ich dazu am besten?

Wie werden die Sensoren angeschlossen?

Mit welcher Referenzspannung soll ich arbeiten? Ich sollte wahrscheinlich eine zweite Referenzspannungsquelle für die Sensoren verwenden und nicht vom Baustein abzapfen.

Die Messwerte sollten schon genau sein (+/-1C)
Ich denke das LTC 1090 ersetze ich durch das 1290 um das System schneller zu machen.

Geht sowas überhaupt? Wäre Dankbar wenn mir jemand einen Schaltplan zeichnen kann damit ich mir das anschliessen Bildlich vorstellen kann.

Grüsse und Danke Marcel

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compander



Anmeldungsdatum: 12.07.2006
Beiträge: 115
Wohnort: Markt Schwaben
Verfasst am: 09.03.2008 19:44 Titel: Conrad 19 02 26 Modul

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Hallo eidgenosse.

Der AD-Wandler kann serienmässig die Spannung 0...5 Volt mit 10 bit, also mit 1024 Schritten auflösen.
Demnach ist es nötig, dass die Ausgänge aller Sensoren möglichst diesen Spannungsbereich abdecken. Dies dürfte erst einmal nicht gegeben sein.
Ist die Sensorspannung höher als 5 Volt ---> Spannungsteiler.
Ist die Sensorspannung geringer als 5 Volt --->
a) Gleichspannungsverstärker, oder
b) geringere Auflösung in kauf nehmen.

Welche Sensoren?
a) z.B.: Conrad Business Katalog wälzen, oder
b) Internet..............

Das Thema Referenzspannung sollte TABU sein. Auf der Wandlerplatine befindet sich eine hervorragende Referenzspannugsquelle. Die Frage nach einer "zweiten" Referenzspannung stellt sich auch nicht. Den Eingangspannungsbereich des Wandlers habe ich ja schon beschrieben.

Thema Genauigkeit / Geschwindigkeit.
Der serienmässige LTC 1090 hat ja eine Auflösung von 1024 Schritten. Damit kann man also z. B. einen Temperaturbereich von 0 ... 100 Grad in ca. 0,1 Grad-Schritten auflösen, und darstellen.
Den IC kann man problemlos gegen den LTC 1290 austauschen.
Dieser hat dann eine Auflösung von 4096 Schritten (12 bit). Um bei dem Temperaturbeispiel zu bleiben: hier könnte man den Bereich von 0 .. 100 Grad in 0,025 Grad-Schritten auflösen, und darstellen. Was wohl übertrieben wäre......
(die Referenzspannungsquelle ist auch für den 1290 immer noch hinreichend genau/stabil)

Wie man sieht, verbessert der LTC 1290 das Auflösungsvermögen um den Faktor 4. Mit dem LTC 1290 wird das "System" (dein Ausdruck) auf gar keinen Fall "schneller". Nur genauer.

Ob so etwas geht? Selbstverständlich.
a) alle Sensoren in ihrem/gewünschten Messbereich auf eine Ausgangsspannung von 0...5 Volt bringen
b) eventuelle Nichtlinearitäten mit Hardware, oder in PLE linearisieren

Viel Spass auch beim studieren der Beispiele in PLE.
Schönen Gruß vom C mpander.

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eidgenosse



Anmeldungsdatum: 09.03.2008
Beiträge: 4

Verfasst am: 09.03.2008 20:11 Titel:

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Hallo Compander
Vielen Dank für die Antwort. bin jetzt schon mal schlauer.
Allerdings weiss ich noch nicht wie ich die Sensoren anschliessen muss.

zum einen habe ich den Sensor also einen variablen Widerstand, auf der Platine den Anschluss Gnd für Masse und dann die Anschlüsse 1-8 für die Kanäle.

Die Sensoren müssen also im gewünschten Messbereich aus der Referenzspannung 0-5V durchlassen mit einer möglichst hohen Linearität?

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compander



Anmeldungsdatum: 12.07.2006
Beiträge: 115
Wohnort: Markt Schwaben
Verfasst am: 09.03.2008 21:17 Titel: Sensoren

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Hallo eidgenosse.

Leider habe ich keine Ahnung, welchen (Temperatur?) Sensor du meinst.
Nehmen wir einmal an, du meinst einen temperaturabhängigen Widerstand (z.B. NTC). Da dieser erst einmal keine Spannung abgibt, macht es keinen Sinn, diesen an den AD-Wandler anzuschliessen.
Nehmen wir weiter an, dass sich der Widerstandswert (im gewünschten Arbeitsbereich) von 1 ... 5 kOhm ändert.
Man schließt an einer stabilen Gleichspannung (Pluspol; sagen wir ´mal 10,00 Volt) einen Widerstand von 5 kOhm in Serie mit dem NTC. Den zweiten Draht des NTC nach GND der Gleichspannungsquelle. Misst man nun die Spannung zwischen den 2 Bauteilen, so wird je nach Temperaturänderung eine Gleichspannung von ca. 1 ... 5 Volt festellbar sein. Dies wären günstige Werte für einen Eingang des AD-Wandlers.
(Anschluss hier: die "Spannung zwischen den Bauteilen" an einen Eingang des AD-Wandlers. GND des Netzteiles mit GND des AD-Wandlers verbinden)

entsprechenden Wandlerausgang in PLE mit einem Zeigerinstrument, Num. Anzeige, Bargraf, o.ä, darstellen.

Viel Spass beim basteln, und Gruß vom C mpander.

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eidgenosse



Anmeldungsdatum: 09.03.2008
Beiträge: 4

Verfasst am: 10.03.2008 08:44 Titel:

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Hallo Compander
ja genau ich denke an ein NTC Widerstand. Was meinst du mit einem Sensor der Spannung abgibt? hast du ein Beispiel dafür? z.b bei Conrad?

Dies wäre dann ja die einfachere möglichkeit sofern der Sensor den Messbereich mit 0-5V abdeckt.

Gruss eidgenosse

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compander



Anmeldungsdatum: 12.07.2006
Beiträge: 115
Wohnort: Markt Schwaben
Verfasst am: 10.03.2008 13:12 Titel: Temperatur Messung/Erfassung

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Hallo eidgenosse.

Es gibt aktive Bauelemente. Sensoren, wie AD 592, benötigen eine Betriebsspannung. Dafür gibt dieser am Ausgang einen der Temperatur proportionalen Strom ab. Dieser lässt sich in Spannung konvertieren.
Bei geschickter Schaltungsauslegung kann man den Bereich von 0 ... 5 Volt erreichen.

Das Beispiel mit dem NTC sollte nur das Prinzip darstellen. Ein NTC ist aus mehreren Gründen für deinen Zweck ungeeignet. Auch Sensoren wie KTY 10, oder der AD 592. Ich bezweifle ernsthaft, dass diese Kunststoffausführungen dauerhaft einen Luftstrom mit 140 Grad überstehen.

Will man nicht viel Zeit in Versuchsschaltungen mit schwierigem Abgleich (z.B. Linearisierung, Drift, Offset) stecken, so kann man die Temperatur mit fertigen Geräten messen, und mit PLE auswerten/darstellen.
Geräte, wie K204, erlauben eine Temperaturerfassung in einem sehr weiten Bereich. Dafür gibt es auch zahlreiche Sensoren. Das angegebene Gerät kann 4 Temperaturen verarbeiten. Schnittstelle zum PC ist auch vorhanden.
Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass die Anbindung an PLE nicht unproblematisch ist. Ich beisse mir da gerade seit 3 Monaten die Zähne aus. Die Anbindung mit K202 dagegen funktioniert. (nur 2 Sensoren)

Schade, dass wir hier nicht mehr über dein AD-Wandlermodul sprechen....

Schönen Gruß vom C mpander

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eidgenosse



Anmeldungsdatum: 09.03.2008
Beiträge: 4

Verfasst am: 11.03.2008 08:40 Titel:

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Hallo Compander

Wenn ich nur Temperaturen zu messen hätte, dann würde ich auch so etwas verwenden.
Nur habe ich auch Drücke zu messen und dann geht es ja nicht mehr.

Ich habe hier einen NTC-Sensor für eine Flüssigkeitsmessung bei
0C 7351 Ohm bei
120C 87,65 Ohm ist ziemlich linear.
Ich möchte nun mal mit diesem Sensor einen Anfang versuchen.

Welche Spannung soll ich dafür verwenden und
Welchen Widerstand in Serie?

Wie rechnet man das aus? (welchen Widerstand und Spannung)

Danke und Gruss

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dragon



Anmeldungsdatum: 19.09.2006
Beiträge: 10

Verfasst am: 22.03.2008 13:42 Titel: LM 35

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Hallo,

müste doch auch mit einem LM 35 Temp-Sensor gehen, der gibt eine Spannung aus 10mv pro K(°C).
Man müste vieleicht nur die Spannung verstärken.
ABACOM support

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