Mit LPT Port schalten

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haubentaucher
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Mit LPT Port schalten

Beitrag von haubentaucher » Montag 14. Februar 2011, 13:57

Hallo !

Ich möchte die LPt Port Ausgänge (D0......D7 gegen Ground) als Schaltsignal 0/5 Volt
für PhotoMos Relais verwenden.Gibt es in PL4 eine Möglichkeit auf den besagten Ausgängen
diese Schaltpegel auszugeben. Wäre doch eine elegante Sache mit LPt direkt zu schalten.

tom_g
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Re: Mit LPT Port schalten

Beitrag von tom_g » Montag 14. Februar 2011, 14:10

Hallo Haubentaucher,

schau doch unter "Hardware - Allgemein/PC - LPT-Port" nach ... genau was Du brauchst !

Gruss Thomas
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haubentaucher
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Re: Mit LPT Port schalten

Beitrag von haubentaucher » Montag 14. Februar 2011, 15:43

Danke Tom!
Habe ich schon gefunden. Mein Problem ist ich messe mit dem Voltmeter zw. Pin 2 (D0) und Pin 19 (Ground)
immer ca 4,7 Volt (High-Pegel wie bekomme ich Low Pegel. Verstehe ich da etwas falsch mit der LPT Schnittstelle
Gruß Otmar aus Österreich

compander
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Re: Mit LPT Port schalten

Beitrag von compander » Montag 14. Februar 2011, 16:08

Hallo Otmar.

Ist dein LPT-Port eine echte parallele Schnittstelle? Z.B. PCI-Karte? Oder am Laptop die übliche 25-polige Buchse?
Oder ist es bei einem Laptop event. eine PCM CIA Karte? In diesem Falle hatte ich auch Probleme.

In erstgenannten Fällen darf es keine Probleme geben.
Event. die Testschaltung (.prj) mit der Porteinstellung hier posten.

Im Gerätemanager bitte nachsehen, ob und welche parallele Schnittstelle tatsächlich verfügbar ist.
Es gibt ja nur 3 Adressen.
LPT1 = 0378
LPT2 = 0278
LPT3 = 03BC

Gruß vom C :shock: mpander.

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Re: Mit LPT Port schalten

Beitrag von haubentaucher » Montag 14. Februar 2011, 16:44

Hallo Compander
Diese Schnittstelle ist auf einem Notebook Acer Travelmate 290
Es ist eine echte 25 polige LPT1 Schnittstelle mit 0378 Port Adresse
habe sie auch im Bios auf Verbindung Normal und nicht bidirectional eingestellt
In der Systemsteuerung von Windows XP wird sie auch angezeigt mit dieser Adresse.
Vielleicht mache ich in PL4 etwas falsch.Super wäre ein kleines Projekt als Vorlage
wie ihr die Schnittstelle ansteuert Danke für eure Hilfe.

compander
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Re: Mit LPT Port schalten

Beitrag von compander » Montag 14. Februar 2011, 17:04

Hallo Otmar.

Anbei ein winziges Beispiel. Zum testen des Pegels an Pin 2.

Eine praktische Anwendung findest Du unter:

http://www.minirock2009.de.vu

Hardware/Hardwarezähler..........
Hier wird ebenfalls PIN 2 (Data 0) und PIN 19 (GND) der parallelen Schnittstelle genutzt.

Gruß vom C :shock: mpander.
Dateianhänge
LPT Test.prj
(4.62 KiB) 165-mal heruntergeladen

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Re: Mit LPT Port schalten

Beitrag von haubentaucher » Montag 14. Februar 2011, 17:46

Danke Comp
Das hilft mir schon sehr weiter Morgen werde ich hier weiter berichten
darf heute noch Valentinstag-Glückwünsche erfüllen
Nicht auf die Fr :oops: auen vergessen.

compander
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Re: Mit LPT Port schalten

Beitrag von compander » Montag 14. Februar 2011, 17:49

PASST ! ;)

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Re: Mit LPT Port schalten

Beitrag von tom_g » Dienstag 15. Februar 2011, 10:12

Guten Morgen !

Ich habe den LPT z.B. als direkte Steuerung eines SSR auch schon erfolgreich verwendet.
Dabei soll der Modus im PC-BIOS auf EPP gesetzt werden (enhanced parallel-Modus)
Beschreibung siehe http://de.wikipedia.org/wiki/IEEE_1284

Zu beachten: die D1..D8 Ausgänge erlauben rund 20mA sink current und deutlich weniger source current (2.6 mA). Das bedeutet, dass z.B. das SSR über einen Vorwiderstand von etwa 200 Ohm gegen eine externe 5V Quelle an den D0 angeschlossen werden kann. Wird nun der D0 auf Null geschaltet, so fliessen rund 15mA.
Soll D0 als source dienen, so wird i.d.R. ein Treiberbaustein benötigt, es kann mit Vorteil auch ein n-FET sein, welcher mit Logikpegel ansteuerbar sein kann.

Eine hilfreiche Grafik ist unter http://www.databooks.com/tecref/parport.gif zu finden, denn wer zusätzlich zu D1..D8 auch weitere Signale nutzen will, muss beachten, dass einige zusätzliche Ausgänge nur sink-fähig sind (passiv 4.7k pulled-up) sind, damit sie gleichzeitig als Eingänge dienen können. Der betreffende Eingang hat dann wegen des 4.7k pull-up Widerstands high-Pegel, und die Eingänge werden als low-active interpretiert.

Grüsse von Thomas
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Re: Mit LPT Port schalten

Beitrag von haubentaucher » Mittwoch 16. Februar 2011, 17:47

Zuerst einmal Danke für Eure Hilfe

Ich bin so was von doof Ich habe die Belegung des Parallelbus
seitenverkehrt gelesen. Dadurch habe ich immer Pin 2 mit Pin12 verwechselt
Deshalb immer 4,7 Volt und kein Schaltvorgang jetzt schaltet das Ding

Nun zum Bauteil dass ich damit schalten will es ist ein PhotoMos-Relais
siehe Pdf
müßte mit 1,8K Vorwiderstand problemlos schalten und galvanisch
bin ich auf der sicheren Seite.
Dateianhänge
PhotoMos_Relais.pdf
(112.48 KiB) 350-mal heruntergeladen

compander
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Re: Mit LPT Port schalten

Beitrag von compander » Mittwoch 16. Februar 2011, 18:20

Hallo haubentaucher.

Na also. Geht doch.

Mit dem genannten Vorwiderstand kann man der Datenleitung (des LPT-Ports) die ca. 2 mA zumuten.
Ob der MosFet sauber durchschaltet? Ich weiß es nicht. Habe so ein Ding leider nicht.
Galvanisch sind die 2 Kreise prinzipiell entkoppelt.

Gruß von C :shock: mpander.

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Re: Mit LPT Port schalten

Beitrag von haubentaucher » Mittwoch 16. Februar 2011, 19:28

Hallo Comp
Gibts bei Conrad
Das Ding ist nicht zum töten bei sachgerechtem Einbau

http://www.conrad.at/ce/de/product/5049 ... Detail=005
Gruß Otmar!
Habe die Ehre

tom_g
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Re: Mit LPT Port schalten

Beitrag von tom_g » Mittwoch 16. Februar 2011, 22:12

Hi Haubentaucher "Blesshuhn" :-)

das Datenblatt meint, dass der PhotoMos mit einem Vorwärtsstrom von 5mA betrieben werden sollte, typisch sogar 10mA. Wenn Du weniger Steuerstrom geben möchtest, so schaltet das Bauteil langsamer oder nicht mehr.

Angenommen, Du verwendest den Source-Betrieb, das heisst, die LED (des PhotoMOS) wird direkt vom LPT-Pin gegen GND des LPT versorgt (dabei kommt die Steuerleistung "aus" dem LPT-Port)
Weil bei 5mA rund 1.1V abfallen, benötigst Du bei Deiner LPT aktiv-Spannung 4.7V - 1.1 V LED drop = 3.6V und bei einem Steuerstrom von 0.005A resultiert dann ein Vorwiderstand von 720 Ohm. 1800 Ohm sind meiner Meinung nach viel zuviel, aber Du machst dabei nichts kaputt, also versuch es einfach. Ob Dein LPT Treiber aktiv 5 mA von sich gibt, weiss ich nicht, gemäss der Spec aber wohl nicht.

Wenn Du ein 5-VDC Netzteil besitzt, dann kannst Du den Sink-Betrieb des LPT verwenden. Dann "kann" der LPT-Port mehr <MilliAmpen>, wenn Du den Vorwiderstand von 720 Ohm vom Plus der 5V-Speisung auf das PhotoMOS + führst, und den - des PhotoMOS auf den z.B. D0 des LPT UND den GND der Speisung auf den GND des LPT führst (mach es wirklich so und sag dann nicht, der tom_g wars, wenns dann raucht...). Der Strom fliesst dann "in" den LPT-Port-Pin und das "kann" er locker (eben bis zu 20 mA). Der<Tribut ist halt leider eine externe 5VDC Speisung.

Ich hoffe, Du kommst klar und grüsse freundlich:

Thomas
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Re: Mit LPT Port schalten

Beitrag von haubentaucher » Donnerstag 17. Februar 2011, 19:45

Hallo Tom!
Heute bin ich zur Sache gegangen
Mit 1,8K messe ich am Relaiseingang 1,02V
Zuerst 1,8k ohne Fremdspannung schaltet ohne Probleme
dann habe ich die Sache ausgereizt mit 2,2K und siehe das Ding
schaltet immer noch.Die Schaltgeschwindigkeit spielt für mich eine untergeordnetet Rolle.
Das PhotoMos braucht anscheinend nur ein paar mA zum durchschalten
Ausgangsseitig habe ich ein Relais getötet mit einem TFT Bildschirm das wurde ihm dann doch zuviel. Na ja muß ich mir beim Bier hereinsparen meine Alte keppelt sowieso immer.
Spass beiseite einen Motor würde ich an dieses Ding nicht anschliessen aber als galvanische
Trennung und für Verbraucher die keinen hohen Anlaufstrom ziehen ist das Teil
nicht zu verachten.
Immer schön weitermur :roll: xen
Gruß Otmar aus Östereich

tom_g
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Re: Mit LPT Port schalten

Beitrag von tom_g » Donnerstag 17. Februar 2011, 20:25

Hi Haubentaucher,

ja es mag jetzt ja noch schalten, aber wunder Dich dann nicht (z.B. im Sommer oder im Heizungsraum...) wenns mal nicht zuverlässig tut: denn das Teil ist auch stark temperaturabhängig, d.h. je wärmer, desto mehr Strom brauchts zum Schalten.

Aber ehrlich: hätt ich nicht gedacht, dass der PhotoMOS so empfindlich ist und trotzdem schaltet - das freut mich zusammen mit Dir !
Auch Dein Vorgehen ist super: <ausreizen> heisst für mich: jemand ist hier neugierig und will es wissen - dies ist der Ursprung allen Wissens - der Beginn der Wissenschaft. Ich will hier nicht weiter übertreiben.

Versuch es auch in die Gegenrichtung: statt Vergrössern verkleinerst Du den Vorwiderstand mit Mass. 1.8k tut schon gut (bei rund 1V LED-Spannung sind 3.7V über dem Vorwiderstand von 1.8k = 2mA ,

ja geht dann auch 1k noch ? Welche Spannung liefert Dein D0-Signal vom LPT-Port, wenn er logisch 1 hat (wenn dann immer noch 4.7V am Pin liegen, dann fliessen rund 3.6mA durch Vorwiderstand und LED)? Das ist dann schon fast im konformen Arbeitsbereich des Teils, und Du wirst keinen Aerger mit dem Relays haben.

Viel Spass beim Basteln - freundliche Grüsse aus der Nordschweiz

Thomas
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